Monatsimpuls Juni 2017

 

Des Himmels heitre Bläue

 

Weg im Wald mit Text

 

Wann haben Sie sich das zum letzten Mal gegönnt: Einfach loslaufen, unterwegs sein in einer wohltuenden Landschaft? Nicht so viel denken, einfach laufen, die Wärme der Sonne auf der Haut und den weichen Wald-boden unter den Füßen spüren, die frische Luft tief einatmen, dem vielstimmigen Vogelkonzert lauschen, die herrlich verschiedenen Waldaromen riechen, das emsige Wuseln in einem großen Ameisenhaufen am Wegesrand bestaunen, und den weiten, blauen Himmel über Ihnen.

„Es fallen deine Sorgen wie Nebel von dir ab“:
Im Gehen, im Wandern, im Laufen kann sich Blockiertes lösen. „Lösungen“ fallen uns manchmal einfach zu:
Der erste Schritt zur Lösung zeigt sich, wenn wir uns in Bewegung setzen, hinaus aus dem Trott unseres Alltags und hinein in eine Umgebung, die unseren Kopf frei macht von den vielen kleinen und großen Problemen.

„Des Himmels heitre Bläue lacht dir ins Herz hinein,
und schließt, wie Gottes Treue, mit seinem Dach dich ein“:
Eine wohltuende Erfahrung ist hier beschrieben: Der Himmel über uns – heiter, weit und blau – kann uns „ins Herz lachen“. Von ihm sind wir beschützt und behütet, wie unter einem Dach.
Hinter dem sichtbaren, weiten, heiteren, blauen Himmel leuchtet eine Ahnung auf von Gottes Treue, die uns verlässlich und segnend begleitet, auf jedem Schritt, den wir auf unseren Wegen gehen.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie bald mal wieder mit offenen Sinnen in wohltuender Landschaft unterwegs sein können.

Und für heute, dass Sie – inmitten der dienstlichen und privaten Wege, die vor Ihnen liegen – etwas begleitet und anrührt von „des Himmels heitren Bläue“ und der hellen, segnenden Kraft über uns!


Ihr Albrecht Sautter

Evang. Pfarramt für Polizei und Notfallseelsorge, Wilhelmstraße 8, 70372 Stuttgart, albrecht.sautter@polizeiseelsorge-elkwue.de

 

Den Impuls können Sie als PDF-Dokument hier herunterladen!

 

 Januar 2019

 

 Silvesterfeuerwerk

 
Ich wünsche Dir: Zeit zu haben zum Leben. Elli Michler

Sehr geehrte Damen und Herren, die Sie in der Polizei des Landes Baden-Württemberg Dienst tun,

der Beginn eines neuen Jahres ist mit vielen Hoffnungen, Wünschen und Vorsätzen verbunden. Manche sind froh, dass das alte Jahr zu Ende ist, da es beschwerlich und schmerzlich war und das neue Jahr eine neue Chance bedeutet. Manche hoffen, dass das alte Jahr im neuen eine Fortsetzung findet, da es schön und gut war und das weiter so gehen soll und darf.
„Das gute am neuen Jahr ist, dass man alles besser machen kann als im Letzten. Und wenn es nicht so kommt, gilt es eben für das Jahr darauf.“ Dieser Spruch ist mir kürzlich begegnet. Und er gefällt mir. Er ist ähnlich verschmitzt wie ein irischer Segensspruch: „Sei über vierzig Jahre im Himmel bevor der Teufel merkt Du bist schon tot.“
Humor hilft im Leben; Humor ist, wenn man trotzdem lacht.
Ich wünsche Ihnen Alles Gute, Gesundheit an Leib und Seele, Freude, Erfolg, Glück, Wohlergehen, Zufriedenheit, Ruhe, … für Sie ganz persönlich, für Ihre Familien und Beziehungen und für Ihre Arbeit im neuen Jahr.
Mögen Dinge, die Sie beginnen gelingen; mögen Sie wenig gefährliche Situationen erleben müssen, oder sie erfolgreich meistern können; mögen Sie Trauer, Kummer, Leid überwinden; mögen Ihnen viele gute, schöne, leichte, glückliche Tage im neuen Jahr beschieden sein.

Ich wünsche Ihnen mit Elli Michler:
… nicht alle möglichen Gaben.
Ich wünsche dir nur, was die meisten nicht haben:
Ich wünsche dir Zeit, dich zu freun und zu lachen,
und wenn du sie nützt, kannst du etwas draus machen.

Ich wünsche dir Zeit für dein Tun und dein Denken,
nicht nur für dich selbst, sondern auch zum Verschenken.
Ich wünsche dir Zeit – nicht zum Hasten und Rennen,
sondern die Zeit zum Zufriedenseinkönnen.

Ich wünsche dir Zeit – nicht nur so zum Vertreiben.
Ich wünsche, sie möge dir übrig bleiben
als Zeit für das Staunen und Zeit für Vertraun,
anstatt nach der Zeit auf der Uhr nur zu schaun.

Ich wünsche dir Zeit, nach den Sternen zu greifen,
und Zeit, um zu wachsen, das heißt, um zu reifen.
Ich wünsche dir Zeit, neu zu hoffen, zu lieben.
Es hat keinen Sinn, diese Zeit zu verschieben.

Ich wünsche dir Zeit, zu dir selber zu finden,
jeden Tag, jede Stunde als Glück zu empfinden.
Ich wünsche dir Zeit, auch um Schuld zu vergeben.
Ich wünsche dir: Zeit zu haben zum Leben!
    
Am Beginn des neuen Jahres wünsche ich Ihnen Gottes Segen.


Ihr                                                          

Diakon Georg Hug              Georg Hug

Polizeidekan
07021/8046161
Georg.Hug@polizeiseelsorge.org


1. Möge die Straße uns zusammenführen
und der Wind in deinem Rücken sein;
sanft falle Regen auf deine Felder
und warm auf dein Gesicht der Sonnenschein.
Refrain: Und bis wir uns wiedersehen,
halte Gott dich fest in seiner Hand;
und bis wir uns wiedersehen,
halte Gott dich fest in seiner Hand.

2. Führe die Straße, die du gehst
immer nur zu deinem Ziel bergab;
hab wenn es kühl wird, warme Gedanken
und den vollen Mond in dunkler Nacht.

3. Hab unterm Kopf ein weiches Kissen,
habe Kleidung und das täglich Brot;
sei über vierzig Jahre im Himmel,
bevor der Teufel merkt du bist schon tot.

4. Bis wir uns mal wiedersehen,
hoffe ich, dass Gott dich nicht verlässt;
er halte dich in seinen Händen,
doch drücke seine Faust dich nicht zu fest.

 

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