Ökumenische Jahrestagung 2016

Immer noch in den Spiegel schauen können. Dem Polizeialltag standhalten!
Wer ist eigentlich ein Held/eine Heldin? Wie mit diesem durch unsere Geschichte belasteten Begriff umgehen? Kennen wir „Alltagshelden“? Wie die Spannung aushalten zwischen dem, was ist und dem, was sein sollte? Wie werde ich ein erwachsener Idealist? Wie können wir philosophische Grundwerte, vor allem: „Hoffnung“, „Ehrfurcht“, „Vernunft“ und „Glück“ in den Alltag hinein- und aus ihm herausbuchstabieren?

Das waren einige der Themen und Fragen, die die Teilnehmenden beschäftigt haben.

In Workshops gingen die Teilnehmenden aus unterschiedlichen Perspektiven der Frage nach, wie es möglich ist, dem Polizeialltag standzuhalten. „Herausforderungen Stand halten – an Widrigkeiten wachsen“ – unter diesem Motto arbeiteten Prof. Ulrike Wagener, Villingen-Schwenningen, und Johannes Jacobsen, Tübingen, mit ihrer Gruppe. Margret Gehring, Schwäbisch Hall, machte sich mit ihrer Gruppe unter der Überschrift: „Boden unter den Füßen spüren, Grenzen setzen und Rückgrat haben“ an die Arbeit. Gabriele Welke überschrieb ihre Arbeit mit Texten: „Die schwersten Wege werden alleine gegangen...“ (Hilde Domin) und Werner Knubben wählte die Überschrift: “Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch.“ (Friedrich Hölderlin).

Prof. Dr. Susan Neiman, Festrednerin beim Eröffnungsempfang am Mittwochabend im Kursaal von Bad Boll, sagte am darauffolgenden Tag am Ende Ihres Workshops mit 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zum Thema: „Ethik als Quelle der Kraft für den Polizeiberuf“: „Ich habe hier unheimlich viel gelernt“. Eine Erfahrung, die sie mit den Tagungsteilnehmerinnen und –teilnehmern verbindet.

Leibliche und kommunikative Stärkung bei leckerem, nachhaltigen Essen
Nach der festlichen Eröffnung - musikalisch beschwingt durch die Saxophonistin Anne Siebrasse, bereichert durch den Pantomimen Patrick Loriot und Grußworte des Gastgebers des Eröffnungsempfangs, Oberkirchenrat Prof. Dr. Heckel, sowie die Grußworte des stellvertretenden Landespolizeipräsidenten Moser von Filseck und Akademiedirektor Prof. Dr. Hübner - fanden sich bei einem Festessen im Symposion der Akademie die Tagungsteilnehmenden und die geladenen Gäste zusammen.

Humor gehört zu den wesentlichen Kraftquellen des Lebens, gerade auch in seinen schweren Zeiten: Pfarrer Jürgen Kaiser, Leiter des Medienhauses der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und Buchautor, hat diese Quelle auf köstlichem Niveau gespeist und die Tagung mit einem Abend bereichert, bei dem überirdisch viel gelacht wurde: „Warum die Schwaben zum Lachen in den Keller gehen“.

Voneinander lernen – vor dem Reisesegen am Ende der Tagung stand eine Lernfrucht des Literaturworkshops, die diese Gruppe ausgewählt hatte und die von Werner Knubben vorgetragen wurde.


„Selbst ratlos sein
und doch viele beraten können.

Selbst gebrochen sein
und doch vielen als Halt dienen,

Selbst Angst haben
und doch Vertrauen ausstrahlen.

Das alles ist Menschsein,
ist wirkliches Leben.

(Martin Gutl)


Die Ökumenische Jahrestagung findet alle zwei Jahre statt und wird abwechselnd von den vier Kirchen in Baden-Württemberg verantwortet. Die nächste Jahrestagung wird 2018 im Bereich der Erzdiözese Freiburg stattfinden.

Landespolizei-pfarrerin Eva-Maria Agster, Evangelische Landeskirche in Württemberg
Bilder: Landespolizei-pfarrer Albrecht Sautter, Evangelische Landeskirche in Württemberg

Weitere Bilder


ökumenische Jahrestagung 2016 - Grußwort Dietrich Moser von Filseck


ökumenische Jahrestagung 2016 - Grußwort Prof. Dr. Hübner


ökumenische Jahrestagung 2016 - Grußwort Prof. Dr. Heckel


ökumenische Jahrestagung 2016 - Begrüßung Eva-Maria Agster


ökumenische Jahrestagung 2016 - Prof. Dr. Susan Neiman


ökumenische Jahrestagung 2016 - Patrick Loriot


ökumenische Jahrestagung 2016 - Anne Siebrasse


ökumenische Jahrestagung - Jürgen Kaiser


ökumenische Jahrestagung


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