Verabschiedung von Landespolizei-pfarrerin Eva-Maria Agster in den Ruhestand

In ihrer Predigt im Gottesdienst zu „Gott, du bist ein Liebhaber des Lebens“ (Weisheit 11,24ff) würdigte sie im Rückblick auf die vergangenen Jahrzehnte die „unzähligen Liebhaberinnen und Liebhaber des Lebens aus Polizei, Feuerwehr, den Rettungsdiensten und der Notfallseelsorge“, die „mitten im bebenden Chaos da sind, mit ihrem fachlichen Können, ihrer Menschlichkeit und ihrer Selbstfürsorge“.
Oberkirchenrat Prof. Dr. U. Heckel überbrachte im Anschluss den Dank der Landeskirche für ihre „Arbeit mit Herzblut“.

Als Stv. Landespolizeipräsident dankte Dietrich Moser von Filseck Eva-Maria Agster beim anschließenden Empfang des Evangelischen Oberkirchenrats insbesondere für ihr intensives seelsorgliches Engagement im Zusammenhang mit den großen Lagen seit ihrem Amtsantritt - Flugzeugabsturz bei Überlingen, Ermordung von Michèle Kiesewetter, Amoklauf in Winnenden und Wendlingen - , für ihr breites Fachwissen, das sie in die Polizei in unzähligen Seminaren und Vorträgen eingebracht hat, ihre geistige Urheberschaft der Stele für die im Dienst getöteten Polizistinnen und Polizisten und für ihr Engagement auf Bundesebene.

Auch die nachfolgenden Grußworte von Ltd. Polizeidirektor Harald Weber für den Beirat Kirchliche Arbeit in der Polizei der evangelischne Landeskirche Württemberg, Landespolizeipfarrer Kurt Grützner für die Konferenz evang. Polizeipfarrerinnen und Polizeipfarrer und für die Konferenz evang. Notfallseelsorge, Kirchenrätin Dr. Monika Zeilfelder-Löffler für die Landesarbeitsgemeinschaft Kirchliche Arbeit in der Polizei des Landes Baden-Württemberg und Referentin Stefanie Wahle-Hohloch für die Landesarbeitsgemeinschaft Notfallseelsorge waren geprägt vom Dank für ihren - von hoher professioneller Fachlichkeit, Souveränität und großer Herzenswärme getragenen - jahrzehntelangen Einsatz für die gemeinsamen Anliegen.

Wehmut und Trauer mit Blick auf gemeinsame berufliche Wege, die mit der Verabschiedung enden müssen kamen ebenso zur Sprache wie die Mitfreude und guten Wünsche für alle neuen Wege, die nun „im weiten neuen Land jenseits der täglichen Pflichten des Erwerbslebens“ auf Eva-Maria Agster warten.
 

Eva-Maria Agster dankte den Grußwortrednerinnen und - rednern für die spürbare Wertschätzung, die ihr zuteil wurde und dafür, dass man ihr in der Polizei die Türen vom ersten Tag an so geöffnet hat, dass sie diese große Organisation und ihr komplexes Arbeitsfeld kennenlernen und Vieles von Innen heraus verstehen konnte.

Auf Wunsch von Eva-Maria Agster wurde vom Saxophonquartett des Landespolizeiorchesters zum Abschluss ein Tango gespielt. Eva-Maria Agster: „Der Tango ist für mich ein klangliches Sinnbild von intensiver Tiefe und Leidenschaft für alles, was das Leben uns zumutet oder in den Schoß wirft.“
Eva-Maria Agster schloss mit den Worten der Dichterin Hilde Domin: ‚Ich setzte meinen Fuß in die Luft - und sie trug.’“ „Diese Erfahrung wünsche ich mir für mich selbst. Und ich wünsche sie herzlich und dankbar verbunden Ihnen und Euch allen!“

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Verabschiedung Eva-Maria Agster

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