Impuls Juli 2021

 

Liebe Leserinnen und Leser,

in diesem Jahr begleitet mich ein Abreißkalender der Abtei Münsterschwarzach, den Benediktinerpater Anselm Grün zusammengestellt hat. Jeden Tag erwartet mich eine neue Weisheit, die mich durch den Tag und manchmal auch darüber hinaus begleitet und beschäftigt.

In einer der vergangenen Wochen las ich ein Zitat von Günter Seipp, das mich lange beschäftigte:

„Urlaub kommt von erlauben: Man erlaubt sich zu träumen,
und träumt von dem, was man sich nicht erlauben kann.“

Natürlich träumen wir in diesen Tagen, kurz vor den Sommerferien vom Urlaub, umso mehr als uns der Urlaub im letzten Jahr verwehrt blieb. Doch was machen wir eigentlich mit dieser Zeit? Nutzen wir sie einmal anders oder verlassen wir auch in dieser Zeit nicht die gewohnten Pfade?

Mich hat dieses Zitat auch persönlich getroffen, da ich mich wie Viele gefragt habe, was ich mir in diesem Jahr erlaube. Über dieses Wort bin ich gestolpert, da mir, wie Vielen, klar wurde, was uns in der Corona Zeit nicht erlaubt war.

Der Kino- , Theater- oder Konzertbesuch, der Besuch bei Freunden oder des erweiterten Familienkreises; ja auch die kurze oder längere Auszeit in den Ferien in einer unbekannten Region. Wie oft hat uns dies in den vergangenen Monaten gefehlt.

Günter Seipp fordert uns auch auf, dass wir uns erlauben sollen zu träumen, was man sich (vielleicht auch weiterhin) nicht erlauben kann.

Unvermindert fällt mir da ein weiteres Zitat ein:

„Wer keinen Mut zum Träumen hat, hat keine Kraft zum Kämpfen.“

Ich wünsche Ihnen, dass Sie sich der Urlaubszeit erlauben zu träumen, um dann mit neuer Energie und Kraft wieder für das zu kämpfen, was Ihnen wertvoll, bedeutsam und wichtig ist. Erlauben Sie sich diesen Gedanken.

Ich wünsche Ihnen noch eine gesegnete Zeit bis der Urlaub beginnt und dann den Mut, diesen im Sinne von Günter Seipp zu nutzen.

 

Bernhard Metz

Bernhard.Metz@polizeiseelsorge.org

 

Impuls als PDF