Impuls März 2020

 

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Mit Mut und Vertrauen gegen die Angst.

 

Sehr geehrte Damen und Herren, die Sie in der Polizei des Landes Baden-Württemberg Dienst tun,

in diesen Tagen einen Monatsimpuls zu schreiben ist gar nicht so einfach. Corona, Covid-19, bestimmt die Tagesordnung. Sonst hätte der Frühling Thema sein können; das Leben erwacht neu, die Farben kommen wieder, die Temperaturen steigen, die Tage werden länger. Fastenzeit hätte ein Thema sein können – sich besinnen, sein Leben überdenken. Aber jetzt?

Was ist richtig im Umgang mit dem neuen Virus? Größte Vorsicht; Bevorratung von Lebensmitteln, Abschottung, Absage von Großveranstaltungen, oder sich nicht beirren lassen und so weitermachen wie bisher, wie normal?

Wem soll man glauben? Den Unglücks- den Untergangspropheten, oder den Beschwichtigern, den Verharmlosern?

 Ein Mittelweg ist wohl der richtige. Sowohl das eine wie das andere.

 

Apokalypse? Weltuntergang? – nein!

Das Virus ist leider für einzelne oder auch Gruppen (lebens)bedrohlich. Und das ist für alle Betroffenen und die Angehörigen sehr schmerzlich. Und hier sollten wir Menschen schützen so gut es geht. Und gegebenenfalls auch mit etwas unkonventionellen Aktionen. Wir sollten den Angehörigen beistehen. Aber für den größten Teil von uns ist das Virus, wie Experten sagen, nicht gefährlich. Das kann nicht deutlich, das kann nicht oft genug gesagt werden. Also brauchen die meisten von uns keine Angst zu haben.

Aber das mit der Angst ist so eine Sache. Vielleicht sogar die entscheidendere. Das Virus verbreitet Angst. Und diese Angst lähmt, diese Angst führt zu wenig sinnvollen Reaktionen, zu Hamsterkäufen beispielsweise, diese Angst führt zu Kursstürzen an den Börsen und hat dann weitere gravierende Auswirkungen.

Die Angst ist ansteckend – mindestens so ansteckend wie das Virus selbst.

 

Was hilft gegen Angst?

Mut, Vertrauen, Sich der Situation stellen, Ruhe bewahren – tief durchatmen und sich so gut es geht vorbereiten. Aushalten gehört auch mit dazu. Und wie ich gelesen habe: gesund leben 😉. Ein ausgewogener Lebensstil. Dazu gehört auch sich regelmäßig körperlich zu bewegen und Sport zu betreiben. Sport ist auch für die Psyche gut „und bei Ängsten und Depressionen ist Bewegung ein positiver Motor“.

Und wie ich persönlich finde: Gottvertrauen.

Das ist leichter gesagt und geschrieben, als gelebt. Ich habe dieses Gottvertrauen und so möchte ich Ihnen, uns Mut machen. Mut ist nämlich auch ansteckend! Adolf Kolping sagt: Mut tut gut! Sprechen wir uns also Mut zu. Stecken wir uns mit Mut an und nicht mit Angst. Handeln wir Besonnen, aber nicht übertrieben hysterisch. Wir werden die Situation meistern. Die Forscher werden einen Impfstoff und auch ein Medikament finden. Die Börsen werden sich wieder beruhigen und die Messen und Großveranstaltungen wieder stattfinden.

Und so sind wir wieder beim Frühling, bei Ostern, bei der Auferstehung – „immer wieder kommt ein neuer Frühling“ (Kinderlied von Rolf Zuckowski); immer wieder werden wir auferstehen. In dieser Welt und wie ich und viele andere überzeugt sind, auch in die folgende Welt, ins sogenannte ewige Leben.

 

Ich grüße Sie herzlich – bleiben und/oder werden Sie mutig!

Ihr

Diakon Georg Hug

 Georg Hug

 Polizeidekan Georg Hug

 07021 / 804 6161  - Georg.Hug@polizeiseelsorge.org

 

® Fotos: Georg Hug

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