Aktuelles

 

 

 

September 2019 Polizeimeisteranwärterinnen und -anwärter in Böblingen vereidigt.

 

201909_Vereidigung Böblingen 01

 

Bei einer feierlichen Veranstaltung wurden die im September 2019 neu eingestellten Polizeimeisteranwärterinnen und -anwärter in Böblingen
vereidigt. Die Vereidigungsfeier wurde in bewährter Weise vom Landespolizeiorchester Baden-Württemberg musikalisch umrahmt. In
seiner Festansprache betonte der Inspekteur der Polizei, Detlef Werner, den hohen Anteil an jungen Frauen, die den Polizeiberuf
ergreifen wollen. Er ermunterte die jungen Kolleginnen und Kollegen sich zu Wort zu melden, die Verjüngung und Veränderung der Polizei
mitzugestalten und sich mit dem Text des Vertrages, den sie mit dem Land durch die Vereidigung schließen, vertraut zu machen. „Leben sie
ihn“ empfahl er den Polizeimeisteranwärterinnen und -anwärtern.  

 

201909_Vereidigung Böblingen 02

 

Diakon Georg Hug sprach für die Berufsethiklehrenden und die Polizeiseelsorger. Er wies darauf hin, dass der Beruf der Polizistin,
des Polizisten, der schönste sei, den es gebe – nach  Polizeiseelsorger. Er betonte wie Kriminaldirektor Alexander Dürr in
seiner Begrüßung dass die Polizeimeisteranwärterinnen und -anwärter in einem besonderen Jahr eingestellt und vereidigt werden; 70 Jahre
Grundgesetz. Polizeidekan Hug wies darauf hin, dass die jungen Kolleginnen und Kollegen durch ihre Berufswahl und den Eid, den sie im
Stehen, mit erhobener rechter Hand, schwören, zum Ausdruck bringen, „dass Sie Sich für unsere Demokratie, für unsere Freiheit, für freie
Meinungsäußerung, die aber auch ihre Grenzen hat, für unsere Sicherheit, für Gerechtigkeit einsetzten“. In einer Zeit, in der es
Anschläge gegen unsere Rechs- und Freiheitsordnung gibt und in der sich viele wegducken oder verdrücken ein ganz wichtiges Signal.
Er beglückwünschte die Polizeimeisteranwärterinnen und -anwärter zu ihrer Berufswahl und wünschte ihnen Gottes Segen.

Ansprache von Diakon Georg Hug

 

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Sportexerzitien

23. - 27. September 2019

Kloster

Die Teilnehmer der Sportexerzitien in Münsterschwarzach waren am Ende der Woche sehr erfüllt von den Begegnungen, von den Impulsen, von den Bewegungsübungen mit Sonja, von den Gesängen des Stundengebetes der Mönche, vom gemeinsamen Singen am Mittwochabend und vom guten, regionalen Essen am Donnerstagabend im Schwan in Sommerach. Ruhe, Bewegung, Begegnung, Nachdenken, Gespräche, Singen, Laufen, Essen – eine sehr gute Mischung, um Aufzutanken, um Kraft zu schöpfen für den Alltag, für die nächste Wegstrecke; um Entscheidungen vorzubereiten oder zu fällen; um zu entschleunigen und sich zu konzentrieren. Manche haben schon beschlossen nächstes Jahr wieder teilzunehmen. (21. - 25. September 2020)

 

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TRAUERberge 2019

20.- 22. September 2918 im Silvrettagebiet

Bereits zum fünften Mal waren trauernde Männer gemeinsam im Silvrettagebiet unterwegs. Wir wurden wie immer sehr herzlich im
Silvrettahaus empfangen. Auch das Wetter war wieder super und so bestiegen wir am Freitag den Biehler Kopf. Sozusagen zum Warmlaufen.

Biehler Kopf

Wie bei jeder TRAUERWanderung hielten wir unsere Gesprächsrunde auf dem Berg zwischen Felsen und Wiesen im Sonnenschein ab. Da waren die Verstorbenen ganz präsent, da durften Fragen gestellt und Klagen geäußert werden, da wurde geweint und es wurden Erinnerungen
ausgetauscht. Die Sonne hat uns dann auf dem Rückweg noch lange über die Berge hinweg geschienen. Auf dem Weg haben wir Silberdisteln,
gelbe und blaue Blumen und viele Grün- und Rottöne gesehen; Leben, Schönheit!

Hohes Rad

Am Samstag waren wir 10 Stunden unterwegs – die meiste Zeit sind wir gewandert. Vom Parkplatz im Jamtal oberhalb von Galtür über die
Jamtalhütte und die Getschnerscharte zum Silvrettahaus.

Jamtal

Eine sehr schöne, aber sehr anstrengende und sehr kräftezehrende Wanderung. Wille, Überwindung, Gemeinschaft waren wichtig, um es zu schaffen und die herrlichen Plätze, die Bergwelt und die Ausblicke genießen zu können. Wir sind im Schatten und Tau losgegangen und dann bei
herrlichem Sonnenschein, auf breiten, auf schmalen, auf ebenen und geraden und steilen und kurvigen Wegen, an Felsen vorbei, über
Felsblöcke, durch Geröllfelder; bergauf, bergab, mit Blick auf die immer tiefer liegende Jamtalhütte, oder Galtür, oder zunächst von der
Getschnerscharte den Silvrettasee.

Gletschnerscharte

Nach einem vorzüglichen Essen gings dann ins Bett und am letzten Tag noch um den Silvrettasee.

Jamtalhütte

Ausgepowert, aber gestärkt, mit neuen Impulsen versehen ging es dann wieder nach Hause in den Alltag. Nächstes Jahr wandern wir wieder!
(11. - 13. September 2020)

 

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 Ökumenische Jahrestagung 2019 in Freiburg vom 8. - 10. Mai 2019

 

Polizistinnen, Polizisten, Polizeiseelsorger und Seelsorgerinnen, Berufsethiklehrer, Berufsethiklehrerinnen trafen sich vom 8.-10. Mai.
2019 in Freiburg, um sich weiterzubilden und um miteinander ins Gespräch zu kommen oder im Gespräch zu bleiben. Es waren vertraute Gesichter und neue Teilnehmer, die sich insbesondere zum Thema Arbeiten und Führen mit Werten inspirieren ließen.

Erzbischof Stefan Burger bedankte sich in seinem Grußwort ausdrücklich bei den Mitarbeitenden in der Polizei dafür, dass sie die Werte:
Freiheit, Sicherheit, Gerechtigkeit für uns erhalten. Jeder Mensch hat die Möglichkeit sich für das Gute zu entscheiden; aber nicht alle tun dies. In der Gesellschaft und in der Polizei brauche es ein Miteinander von Wahrheit, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit, so Burger.

Schwester Edith-Maria Mager, Generaloberin der Waldbreitbacher Franziskanerinnen, ging in Ihrem Referat darauf ein, dass Macht dazu dient Leben zu mehren.

Mit Rückgriffen auf die Bibel ging sie darauf ein, dass Macht notwendig ist, um das Rechte durchsetzen zu können.
Gute Führungspersonen würden die Menschen aufrichten. Und selbst aufrecht gehen. Sie versuchen das, was sie von anderen fordern selbst zu leben. Die Führenden brauchen eine „narzistische Kompetenz“, einen guten Eigensinn. Was keinen Egozentrismus bedeute. Aus der franziskanischen Führungsethik zitierte sie den wichtigen Grundsatz, dass allem Lebendigen Ehrfurcht gebührt. Und im Rückgriff auf den Apostel Paulus war ein wichtiger Hinweis an Führungskräfte, dass Macht dazu da ist, dass sie anderen nützt. Autorität wird jemand, wie Schwester Edith-Maria betonte, der die drei Bereiche Macht, Kompetenz und Liebe in rechter Weise ausfüllt. Fehlt eine Dimension, dann wird das nicht gelingen.

Professor Peter Schallenberg, Professor für Moraltheologie und Ethik an der theologischen Fakultät Paderborn, erläuterte in einem Spannungsbogen von den Griechen über die Bibel die Frage der Haltung.

Christliche Werte, Werte in der Polizeiarbeit – eine Frage der Haltung? Vom Ur-, oder Grundvertrauen, vom Halt kommt es zur Haltung, zu den Talenten und von dort zum Verhalten. Es ist die Grundfrage des Menschen, auf die er eine Antwort sucht und zu der er ein Gefühl entwickeln will: Es ist gut, dass ich da bin, dass ich liebenswert und geliebt bin. Nicht die Quantität der Tage, sondern die Qualität des Lebens ist entscheidend. Letztlich geht es dann immer wieder darum was gut ist und nicht nur darum was richtig ist. Daraus kann dann die Haltung entstehen, dass ich lieber Unrecht erleide, als selbst Unrecht tue. Eine wichtige Frage, die er sowohl für Polizisten, als auch für Seelsorgende und für Leitende aufwarf war: Mag ich die Menschen?

In verschiedenen Workshops wurden die Impulse vertieft und in Exkursionen Menschen und/in Einrichtungen erlebt, die Werte konkret leben. Die Freiburger Pflasterstub, die Caritaswerkstätten, das Departement für psychische Erkrankungen der Uniklinik Freiburg und das Hospiz Karl Josef waren Stationen, um dem Ernstfall „Menschenwürde“ zu begegnen.


Die Teilnehmer waren dankbar für die Impulse, die Begegnungen und Gespräche. Viele freuen sich 2021 (26. bis 28. April) in Bad Herrenalb bei der nächsten ökumenischen Tagung wieder zu sehen..

 

Georg Hug, Polizeidekan

 

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Gleitschirm 01

TrauerWEGE 23. März 2019 - VierFelsenWanderung

 

Gleitschirm 02

 


Bei herrlichem Frühjahrswetter, idealen Wandertemperaturen, waren wieder trauernde Männer unterwegs. Vom Thermalbad in Beuren ging es am Freilichtmuseum vorbei den Berg hoch zum Beurener Fels. Weitere drei Felsen (Brucker Fels, Wilhelmsfels und der Hohenneuffen) standen dann noch auf dem Wanderprogramm. Aufstieg und Abstieg, Blicke ins Tal, Gespräche und Schweigen; Erinnerungen und Gegenwart; Hoffnung auf eine gute Zukunft, … wieder ein bewegender Tag. Mit Fallschirmspringern/-fliegern, die ganz leicht und unbeschwert in den Lüften schweben, die aber immer auch wieder auf den Boden der Tatsachen zurückkommen müssen. Aber es tut gut zeitweise zu entschweben, sich Schönem, Leichtem, … zuwenden zu können.

 

Gleitschirm 03

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Georg Hug, Polizeidekan

 

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Silvretta 1
TRAUERwege "Wege" für Trauernde (Männer)

Wanderung im Silvretta-Massiv 21. - 23. September 2018

 Silvretta 2

Eine ganz schön(e,) anstrengende, bereichernde, gute, … Erfahrung.

Wieder waren wir für ein Wochenende in den Bergen – vier trauernde Männer und ich. Eine ganz schön(e,) anstrengende, bereichernde, unterstützende, denkwürdige, gute, … Erfahrung. Ausgangspunkt war wieder das Silvrettahaus. Bereits am Freitag wollten die vier Teilnehmer das schöne Spätsommerwetter ausnützen und das hohe Rad besteigen (Höhe knapp 3000 Meter). Schritt für Schritt ging es steil die knapp 1000 Meter in die Höhe. Anstrengung war nötig, durch die Geröll- und Steinfelder balancieren gefordert, den Ausblick genießen möglich und zur Belohnung ein super Blick und das herrliche Gefühl es gemeinsam geschafft zu haben. Nach dem Abstieg wurde uns wie gewohnt ein köstliches Mahl bereitet.

Silvretta 3

Erstaunlich wenig Muskelkater und Verspannungen motivierten uns zu einer gewaltigen Tour am Samstag. Vom Vermuntstauee zur Tübinger
Hütte. Von dort zur Saarbrücker Hütte und wieder zurück! Anfangs waren es noch frische sechs, sieben Grad und Nebel, die uns
begleiteten. Dann kam die Sonne. Auf dem letzten Teil des Rückwegs war es dann schon dunkel. Zunächst ging es ca. 800 Meter in die Höhe zum Hochmadererjoch, dann wieder knapp 400 Meter runter zur Tübinger Hütte und von dort dann wieder hoch – ca. 500 Meter – übers Plattenjoch zur Seelücke; wieder runter wieder hoch und über die Saarbrücker Hütte ganz hinunter zurück zum Ausganspunkt.

Silvretta 4

Eine sehr schöne Landschaft, abwechslungsreiche Wege – Fahrwege, Wiesenwege, Geröll- und Schotterwege – an Bergbächen vorbei, steile
Auf- und Abstiege über Stein- und kleine Schneefelder, große Felsblöcke, gemütliche leicht ansteigende, oder absteigende Abschnitte, Murmeltiere, einzelne Blumen, Sonne, Schatten, blauer Himmel, Nebel, … alles da.

Silvretta 5

Die Felsformationen sind beeindruckend; wie sie seit Jahrtausenden Wind und Wetter trotzen und sich doch immer auch verändern. Da kann
einem deutlich werden, dass es mehr gibt als manches kurzfristige Tagesereignis. Es ist eine nicht immer einfache Erfahrung zu erleben, dass hinter dem vermuteten Joch ein Tal ist, durch das man zuerst durchgehen muss, um dann weiter aufsteigen zu können. Aber dieses Tal ist erstens schön, hat unter Umständen einen See und zweitens hilft es sich zu erholen. Auch im Leben ist nicht immer klar was uns nach der
nächsten Wegbiegung erwartet. Es ist gut zu erfahren, dass sich Anstrengung lohnt, dass man sich nach dem Auspowern schnell wieder
regenerieren kann. Es tut gut die Schönheit der Landschaft einzusaugen, um sich daran auch in der Erinnerung freuen zu können.

Silvretta 6

Neben all dem waren die Gespräche miteinander ein weiterer wichtiger Teil dieses Wochenendes für trauernde Männer. In der Abgeschiedenheit
der Berge und unter uns, da dürfen und können dann auch manchmal bei sonst eher hartgesottenen Männern Tränen fließen. Gott sei Dank.
Nächstes Jahr wieder! (20.-22. September 2019)

 

Georg Hug, Diakon, Polizeiseelsorger, Trauerbegleiter (DAQTE)

Silvretta 7

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Überbringen einer Todesnachricht - Neue App und Faltblatt der Katholischen Polizeiseelsorge

Sie haben eine Todesnachricht zu überbringen. Die Informationen zum guten Überbringen einer Todesnachricht, die es bisher als Faltblatt gab, sind inzwischen auch als APP auf Ihr Handy herunterladbar.

Auf dem Faltblatt bzw. jetzt der App, finden Sie wichtige Hinweise zu einer der schwierigsten Aufgaben der Polizei, damit sie diese
möglichst gut für die Angehörigen und für Sie ausführen können.

Die Taschenkarte ist über die Geschäftsstelle der Bundesarbeitsgemeinschaft der katholischen Polizeiseelsorge zu erhalten.

Die APP können Sie finden unter:

Android:
https://play.google.com/store/apps/details?id=systems.hug.apps.todesnachricht

iOS (Apple)
https://itunes.apple.com/de/app/todnachricht/id1390701116?mt=8

 

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