Aktuelles

 

Silvretta 1
TRAUERwege "Wege" für Trauernde (Männer)

Wanderung im Silvretta-Massiv 21. - 23. September 2018

 Silvretta 2

Eine ganz schön(e,) anstrengende, bereichernde, gute, … Erfahrung.

Wieder waren wir für ein Wochenende in den Bergen – vier trauernde Männer und ich. Eine ganz schön(e,) anstrengende, bereichernde, unterstützende, denkwürdige, gute, … Erfahrung. Ausgangspunkt war wieder das Silvrettahaus. Bereits am Freitag wollten die vier Teilnehmer das schöne Spätsommerwetter ausnützen und das hohe Rad besteigen (Höhe knapp 3000 Meter). Schritt für Schritt ging es steil die knapp 1000 Meter in die Höhe. Anstrengung war nötig, durch die Geröll- und Steinfelder balancieren gefordert, den Ausblick genießen möglich und zur Belohnung ein super Blick und das herrliche Gefühl es gemeinsam geschafft zu haben. Nach dem Abstieg wurde uns wie gewohnt ein köstliches Mahl bereitet.

Silvretta 3

Erstaunlich wenig Muskelkater und Verspannungen motivierten uns zu einer gewaltigen Tour am Samstag. Vom Vermuntstauee zur Tübinger
Hütte. Von dort zur Saarbrücker Hütte und wieder zurück! Anfangs waren es noch frische sechs, sieben Grad und Nebel, die uns
begleiteten. Dann kam die Sonne. Auf dem letzten Teil des Rückwegs war es dann schon dunkel. Zunächst ging es ca. 800 Meter in die Höhe zum Hochmadererjoch, dann wieder knapp 400 Meter runter zur Tübinger Hütte und von dort dann wieder hoch – ca. 500 Meter – übers Plattenjoch zur Seelücke; wieder runter wieder hoch und über die Saarbrücker Hütte ganz hinunter zurück zum Ausganspunkt.

Silvretta 4

Eine sehr schöne Landschaft, abwechslungsreiche Wege – Fahrwege, Wiesenwege, Geröll- und Schotterwege – an Bergbächen vorbei, steile
Auf- und Abstiege über Stein- und kleine Schneefelder, große Felsblöcke, gemütliche leicht ansteigende, oder absteigende Abschnitte, Murmeltiere, einzelne Blumen, Sonne, Schatten, blauer Himmel, Nebel, … alles da.

Silvretta 5

Die Felsformationen sind beeindruckend; wie sie seit Jahrtausenden Wind und Wetter trotzen und sich doch immer auch verändern. Da kann
einem deutlich werden, dass es mehr gibt als manches kurzfristige Tagesereignis. Es ist eine nicht immer einfache Erfahrung zu erleben, dass hinter dem vermuteten Joch ein Tal ist, durch das man zuerst durchgehen muss, um dann weiter aufsteigen zu können. Aber dieses Tal ist erstens schön, hat unter Umständen einen See und zweitens hilft es sich zu erholen. Auch im Leben ist nicht immer klar was uns nach der
nächsten Wegbiegung erwartet. Es ist gut zu erfahren, dass sich Anstrengung lohnt, dass man sich nach dem Auspowern schnell wieder
regenerieren kann. Es tut gut die Schönheit der Landschaft einzusaugen, um sich daran auch in der Erinnerung freuen zu können.

Silvretta 6

Neben all dem waren die Gespräche miteinander ein weiterer wichtiger Teil dieses Wochenendes für trauernde Männer. In der Abgeschiedenheit
der Berge und unter uns, da dürfen und können dann auch manchmal bei sonst eher hartgesottenen Männern Tränen fließen. Gott sei Dank.
Nächstes Jahr wieder! (20.-22. September 2019)

 

Georg Hug, Diakon, Polizeiseelsorger, Trauerbegleiter (DAQTE)

Silvretta 7

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Überbringen einer Todesnachricht - Neue App und Faltblatt der Katholischen Polizeiseelsorge

Sie haben eine Todesnachricht zu überbringen. Die Informationen zum guten Überbringen einer Todesnachricht, die es bisher als Faltblatt gab, sind inzwischen auch als APP auf Ihr Handy herunterladbar.

Auf dem Faltblatt bzw. jetzt der App, finden Sie wichtige Hinweise zu einer der schwierigsten Aufgaben der Polizei, damit sie diese
möglichst gut für die Angehörigen und für Sie ausführen können.

Die Taschenkarte ist über die Geschäftsstelle der Bundesarbeitsgemeinschaft der katholischen Polizeiseelsorge zu erhalten.

Die APP können Sie finden unter:

Android:
https://play.google.com/store/apps/details?id=systems.hug.apps.todesnachricht

iOS (Apple)
https://itunes.apple.com/de/app/todnachricht/id1390701116?mt=8

 

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Seminar Vorbereitung auf den Ruhestand 2018

12. - 14. Juni 2018 Kloster Reute

Wieder haben sich Kollegen, teilweise mit ihren Partnerinnen, im Kloster Reute getroffen, um sich mit ihrem bevorstehenden Ruhestand zu
beschäftigen.

 

Maximilian Kolbe Haus


Ein neuer Lebensabschnitt steht bevor. Der letzte – leider. Es lohnt sich dazu ein paar Überlegungen anzustellen. Beispielsweise: Wie kann
ich gut abschließen und zufrieden aus dem Berufsleben ausscheiden? Was möchte ich alles machen? Wie möchte ich meine Pension gestalten? Wie ist das mit Beihilfe, mit Pension, mit Zuverdienst,…? Wie kann das mit uns als Paar gehen?


Es gab Informationen und Anregungen, es gab die Möglichkeit selbst eigene Überlegungen anzustellen und es war möglich mit anderen
Teilnehmern ins Gespräch zu kommen.

 

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Polizeischülerinnen und Polizeischüler in Biberach vereidigt    -   18. Mai 2018

Vereidigung Biberach 2018

Am 18.05.2018 wurden wieder Polizeischülerinnen und Polizeischüler feierlich vereidigt. In seiner Festansprache ging Staatssekretär
Würtenberger auf die Eigenschaften ein, die ein Polizist, die eine Polizistin haben sollte. Zum beispiel Mut und Durchsetzungsvermögen.
Er warb um Verständnis, dass für die Einstellungsoffensive, die allen, auch den neuen Polizistinnen und Polizisten zu Gute kämen, die
Unterbringung etwas enger ist. Aber das fördere auch die Kameradschaft.

Polizeidekan Hug gratulierte den Anwärterinnen und Anwärtern zu ihrer Berufswahl. Zum schönsten Beruf, den es gibt – nach Polizeiseelsorger,
wie er schmunzelnd sagte.

Er zitierte aus dem Buch 110 Gründe Polizist zu sein. Eine homage an den schönsten Beruf der Welt von Ann-Kathrin Richter und Henry Haack
einige Gründe und wünschte den jungen Menschen, dass sie ihre Motivation nicht verlieren.

 

Georg Hug, Diakon und Polizeiseelsorger, Trauerbegleiter (DAQTE) Diözese Rottenburg-Stuttgart

 

Ansprache bei der Vereidigung Biberach 2018

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Einweihung des Kreuzes auf der Platte zwischen Löwenstein und Hirrweiler - 13. Mai 2018

 

 Platte 1_2018

Beim Bikertag 2108, am 13. Mai, wurde das erneuerte Kreuz auf der Aussichtsplattform zwischen Löwenstein und Hirrweiler durch
Polizeidekan Diakon Georg Hug eingeweiht. Bürgermeister Klaus Schifferer und Polizeipräsident Hans Becker enthüllten gemeinsam das
am Tag zuvor vom THW aufgestellte Kreuz.

Platte 3_2018

Im April 1999 wurde hier durch den Polizeibibelkreis Heilbronn ein Kreuz errichtet, um an verunglückte Motorradfahrer zu erinnern. Ein
Mahnmal für die getöteten, verletzten Motorradfahrer, also für alle, die selbst Motorrad fahren, aber auch für die Autofahrer, die
Motoradfahrern begegnen. Und ein Mahnmal für die Bewahrung durch Gott bei einem Polizeieinsatz in der JVA. Eine Geiselnahme ging unblutig zu Ende. So steht das Kreuz für beides – für Trauer, Tod, Leid und für Bewahrung für Hilfe.

Platte 4_2018

Das symbolisiert das Kreuz, das für das Christentum steht seit Anfang an. Jesus wurde das Kreuz aufgeladen, er hat es getragen und wurde daran getötet. Das ist der Karfreitag. Jesus ist aber auferstanden; er hat das Kreuz, das Leid überwunden. Das ist Ostern.

Platte 5_2018

So können uns die Kreuze und auch dieses Kreuz hier daran erinnern, dass Schweres, dass Leid, dass Tod nicht das Ende, nicht das Aus
bedeuten, sondern dass das alles überwunden werden kann. Hier im Leben – und viele auch schwer verletzte Menschen zeigen uns was alles
möglich werden kann, wenn man will und entsprechende Hilfe bekommt – und auch über dieses irdische Leben hinaus. Wir Christen (und da sind
wir uns mit Juden und Muslimen einig) glauben, dass unser Leben nach dem Tod weitergeht. Dass es damit noch lange nicht zu Ende ist mit uns.

Platte 6_2018

Und wenn wir uns immer wieder für das Gute, für das Schöne hier im Leben entscheiden, wenn wir uns entscheiden Menschen, die, die es
schwer haben, die leiden zu unterstützen, Menschen, die trauern zu trösten, dann wird hier in dieser Welt das Kreuz überwunden und dann
gibt es schon hier in dieser Welt immer wieder Auferstehung. Auch in einer immer säkularer werdenden Gesellschaft darf diese
Botschaft weithin weiterhin sichtbar sein.

Platte 7_2018

 

Georg Hug, Diakon und Polizeiseelsorger, Trauerbegleiter (DAQTE) Diözese Rottenburg-Stuttgart

 

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